Die bisherigen Versuche einer pragmatischen Grundlegung der Semantik sind unzureichend. Ihr Grundsatz, wonach bei der Analyse der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke von dem Sprachverhalten auszugehen ist, ist zwar richtig, läßt sich jedoch weder in dem behavioristischen Ansatz von Morris und Stevenson noch in Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung bzw. in der daraus entwickelten Sprechakttheorie von Austin und Searle hinreichend allgemein selbst explizieren. Wie ein wirklich brauchbarer Ansatz zu einer Handlungstheoretischen Semantik auszusehen hat, wurde von Grice, Lewis und Bennett wie folgt skizziert: Man expliziere zunächst mit Hilfe handlungstheoretischer Termini einen noch nicht auf Konvention rekurrierenden allgemeinen Kommunikationsbegriff und zeige dann, wie sich ein Begriff der konventionellen Bedeutung mit Hilfe des eingeführten allgemeinen Kommunikationsbegriffs bestimmen läßt. Grundgedanken, Konsequenzen und Probleme des Aufbaus einer derartigen neuen Semantik werden in den hier vorgelegten sprachphilosophisch/linguistischen Arbeiten formuliert und weiterentwickelt. Ihre Diskussion wird die semantisch/pragmatischen Grundlagendebatten der nächsten Jahre wesentlich mitbestimmen.
Die bisherigen Versuche einer pragmatischen Grundlegung der Semantik sind unzureichend. Ihr Grundsatz, wonach bei der Analyse der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke von dem Sprachverhalten auszugehen ist, ist zwar richtig, läßt sich jedoch weder in dem behavioristischen Ansatz von Morris und Stevenson noch in Wittgensteins Gebrauchstheorie der Bedeutung bzw. in der daraus entwickelten Sprechakttheorie von Austin und Searle hinreichend allgemein selbst explizieren. Wie ein wirklich brauchbarer Ansatz zu einer Handlungstheoretischen Semantik auszusehen hat, wurde von Grice, Lewis und Bennett wie folgt skizziert: Man expliziere zunächst mit Hilfe handlungstheoretischer Termini einen noch nicht auf Konvention rekurrierenden allgemeinen Kommunikationsbegriff und zeige dann, wie sich ein Begriff der konventionellen Bedeutung mit Hilfe des eingeführten allgemeinen Kommunikationsbegriffs bestimmen läßt. Grundgedanken, Konsequenzen und Probleme des Aufbaus einer derartigen neuen Semantik werden in den hier vorgelegten sprachphilosophisch/linguistischen Arbeiten formuliert und weiterentwickelt. Ihre Diskussion wird die semantisch/pragmatischen Grundlagendebatten der nächsten Jahre wesentlich mitbestimmen.