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Dichtung ALS Verborgene Theologie Im 18. Jahrhundert: Lavaters Religioses Drama Abraham Und Isaak Und Schillers Operette Semele

Dichtung ALS Verborgene Theologie Im 18. Jahrhundert: Lavaters Religioses Drama Abraham Und Isaak Und Schillers Operette Semele

Karl Pestalozzi
0/5 ( ratings)
Das Dictum von Martin Opitz, Dichtung sei ihrem Ursprung nach "Verborgene Theologie", wurde in der zweiten H�lfte des 18. Jahrhunderts unter dem Eindruck von Miltons "Paradise lost" und Klopstocks "Messias" erneut aktuell. Johann Caspar Lavaters Drama "Abraham und Isaak" gestaltet Genesis 22,1-19 in der Weise neu, dass er, in durchgehend emphatischer Sprache, die Handlung zum Exempel seiner unumst�sslichen Gewissheit macht, der Mensch k�nne "itzo noch" mit seinem Glauben und Gebet auf Gottes Entschl�sse einwirken.- Schillers erstes gedrucktes Drama, die Operette "Semele" , ist die hochpathetische Gestaltung des Ovid entnommenen antiken Mythos. Als das darin verborgene theologische Thema erweist sich die Frage nach der f�r den Menschen glaubw�rdigen Offenbarung Gottes. Und Semeles t�dlicher Wunsch, Jupiter schliesslich unverh�llt zu sehen, erscheint auf dem Hintergrund von Schillers gleichzeitiger Anthropologie als Satire auf die "Bestimmung des Menschen", gottgleich zu sein.- Ein knapper Ausblick soll zeigen, dass die Frage, ob und wie die biblische Offenbarung auch in der modernen Lyrik weitergehe, noch immer deren geheimen Sinn erschliessen kann.
Pages
56
Format
ebook
Publisher
de Gruyter
Release
August 31, 2012
ISBN
3110294540
ISBN 13
9783110294545

Dichtung ALS Verborgene Theologie Im 18. Jahrhundert: Lavaters Religioses Drama Abraham Und Isaak Und Schillers Operette Semele

Karl Pestalozzi
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Das Dictum von Martin Opitz, Dichtung sei ihrem Ursprung nach "Verborgene Theologie", wurde in der zweiten H�lfte des 18. Jahrhunderts unter dem Eindruck von Miltons "Paradise lost" und Klopstocks "Messias" erneut aktuell. Johann Caspar Lavaters Drama "Abraham und Isaak" gestaltet Genesis 22,1-19 in der Weise neu, dass er, in durchgehend emphatischer Sprache, die Handlung zum Exempel seiner unumst�sslichen Gewissheit macht, der Mensch k�nne "itzo noch" mit seinem Glauben und Gebet auf Gottes Entschl�sse einwirken.- Schillers erstes gedrucktes Drama, die Operette "Semele" , ist die hochpathetische Gestaltung des Ovid entnommenen antiken Mythos. Als das darin verborgene theologische Thema erweist sich die Frage nach der f�r den Menschen glaubw�rdigen Offenbarung Gottes. Und Semeles t�dlicher Wunsch, Jupiter schliesslich unverh�llt zu sehen, erscheint auf dem Hintergrund von Schillers gleichzeitiger Anthropologie als Satire auf die "Bestimmung des Menschen", gottgleich zu sein.- Ein knapper Ausblick soll zeigen, dass die Frage, ob und wie die biblische Offenbarung auch in der modernen Lyrik weitergehe, noch immer deren geheimen Sinn erschliessen kann.
Pages
56
Format
ebook
Publisher
de Gruyter
Release
August 31, 2012
ISBN
3110294540
ISBN 13
9783110294545

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